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Lösungen für den Mittel-/ Hoch-/ und Höchstspannungssektor

Obwohl die Störpegel mit Zunahme der Betriebsspannung in der Regel abnehmen, ist das Thema Netzqualität auch in den höheren Spannungsebenen von Bedeutung. Speziell für die Ausschreibung von größeren Erzeugungs- oder Kompensationsanlagen werden die Pegel der im Netz vorhandenen Oberschwingungen (Hintergrundharmonische) benötigt. Ist eine Anlage neu im Netz installiert, kann durch die Netzanschlussrichtlinien gefordert sein, die von der Anlage ausgehenden Netzrückwirkungen zu messen. Hierzu führen wir die nötigen Messungen nach den einschlägigen Normen bzw. den Technischen Anschlussrichtlinien (TAR) durch.

In den höheren Spannungsebenen erfährt die Kenntnis des exakten Betriebsverhaltens von elektrischen Betriebsmitteln eine immer größere Bedeutung.Durch den Umbau der Energieversorgungsnetze (zunehmender Anteil an Kabelverbindungen, an Leistungselektronik, etc.) treten häufig neue Fragestellungen auf, für die wir die nötige Messtechnik mitbringen. Mit unseren Geräten zur zeitsynchronen Aufzeichnung von stationären und transienten Signalen können wir an unterschiedlichen Orten hochpräzise Signale erfassen, um beispielsweise das Übertragungsverhalten von Leitungen, im Netz angeregte Resonanzen oder Ferroresonanzen von Wandlern bestimmen zu können. 

Gehen erhebliche Netzrückwirkungen von einer Anlage aus, kann eine Messung der frequenzabhängigen Netzimpedanz Aufschluss über den Netzanschluss der Anlage geben. Sowohl für die Mittel-, Hoch- und Höchstspannung verfügen wir über ein Verfahren, mit dem die frequenzabhängige Netzimpedanz bestimmt werden kann.

Energieversorgungsunternehmen, Verteilnetzbetreiber und auch Übertragungsnetzbetreiber haben meist an zentralen und strategischen Stellen Messgeräte zur Überwachung der Netzqualität installiert. Häufig befinden sich diese Messgeräte im Feld und können für einen längeren Zeitraum nicht entbehrt werden. Sollten Sie dennoch Ihre Netzqualitätsmessgeräte auf ihre korrekte Funktionsweise und ihre Genauigkeit überprüfen wollen, können wir Ihre Netzqualitätsmessgeräte vor Ort für Sie prüfen.

Handelsübliche PowerQuality-Messgeräte besitzen Spannungseingänge mit einer Spannungsfestigkeit von maximal 1000 V, sodass bereits in der Mittelspannung die Spannungsmessung über geeignete Spannungswandler erfolgen muss. Erfahrungsgemäß eignen sich Mittelspannungswandler bis zu Frequenzen von 2 kHz bis etwa 4 kHz, wohingegen Spannungswandler ab 110 kV nur noch sehr eingeschränkt (max. 0,5 kHz bis 1 kHz) bei höheren Frequenzen verwendet werden können.

Durch unsere langjährige Erfahrung in der elektrischen Vermessung und der Modellierung von Betriebsmitteln haben wir unser Know-how über Transformatordurchführungen genutzt, um unseren Kunden im Hoch- und Höchstspannungsbereich eine Lösung zur breitbandigen Spannungsmessung anbieten zu können. Darüber hinaus haben wir geeignete invasive und nicht-invasive Messverfahren entwickelt, mit denen der Frequenzgang und somit die Bandbreite von Spannungswandlern bestimmt werden können. Dies ist speziell für Kunden in der Mittelspannung interessant, um die Belastbarkeit einer Messung über die vorhandenen Mittelspannungswandler zu bestimmen.

Mit der Verwendung geeigneter Messtechnik (z.B. Frequenzgangmessung) kann der Frequenzgang von Oberschwingungsfiltern sowohl in der kompletten Einheit als auch der einzelnen Bauteile (R-, L-, C-Glieder) gemessen werden. Dadurch kann im Rahmen einer Inbetriebnahme die genaue Resonanzfrequenz des Filters nachgemessen und somit die Wirksamkeit des Filters als Qualitätssicherungsmaßnahme überprüft werden. Ein bekanntes Phänomen ist, dass die verbauten Kondensatoren über die Zeit altern und dadurch ihre Kapazität verändern. Die Folge dessen ist, dass sich die Resonanzfrequenz des Filters verschiebt und dass der Filter an Wirksamkeit verliert. Deshalb empfiehlt es sich, den Frequenzgang des Filters periodisch (z.B. alle 5 Jahre) nachzumessen.

Die Synergien mit unserem Bereich Analyse nutzen wir dazu, um die Messdaten der Netzqualitätsmessungen intelligent auszuwerten. So können wir beispielsweise Muster erkennen, die zu einer Verschlechterung der Netzqualität führen und können daraus gezielt Gegenmaßnahmen ableiten. Zusätzlich nutzen wir unsere Simulationsprogramme, um gemessene Netzqualitätsphänomene genauer zu untersuchen und deren Herkunft auch simulativ nachzuweisen. In einem weiteren Schritt kann dadurch die Wirksamkeit von Abhilfemaßnahmen untersucht werden, um Ihnen die bestmögliche Beratung anbieten zu können.

 

Ihre Vorteile:

  • Betriebssicherheit und Rechtssicherheit durch eine zuverlässige Beurteilung der Netzqualität
     
  • Flexible und Normkonforme Lösungen zur Messung der Netzqualität
     
  • Entwurf von individuellen Messkonzepten
     
  • Wandler-Know-how, Netzqualität-Know-how und Datenauswertung-Know-how aus einer Hand
     
  • Umfangreiches Dienstleistungsportfolio zur erfolgreichen Fehleraufklärung
     
  • Kompetente Messung vor Ort durch hochqualifizierte Energietechniker